WasDuBist© - Selbstnähe braucht Heldinnenmut

Selbstnähe braucht Heldinnenmut
Symbolisch gesehen musst du in den Wald

Symbolisch gesehen musst du in den Wald

Hänsel und Gretel verirren sich im Wald, Rotkäppchen begegnet im Wald dem bösen Wolf und Schneewittchen flüchtet vor der fiesen Stiefmutter in den Wald. Im Märchen ist der Wald ein bedeutender Ort, weil die Helden dort eine Wandlung durchmachen und dabei ungeahnte Kräfte entwickeln. Es ist ein zauberhaft schöner und zugleich unheimlicher Ort.

 

Wenn du hinderliche Selbstkonzepte ablegen, mit einengenden Konventionen brechen und endlich auf das hören willst, was dir deine innere Stimme schon seit Jahren versucht mitzuteilen, also wenn du bereit bist heldenmutig für deine Selbstwerdung* zu kämpfen, dann musst du symbolisch gesehen in den Wald. Dort findet Wandlung statt.

 

* Nach dem schweizerischen Psychiater C.G. Jung [1875–1961] Prozess der Selbstwerdung des Menschen, in dessen Verlauf sich das Bewusstsein der eigenen Individualität zunehmend verfestigt (zitiert nach Duden)

Sehnsucht nach dir selbst

Wir alle haben Sehnsucht nach uns selbst - nach unserem unverfälschten, authentischen Selbst und unserer uneingeschränkten Lebendigkeit und Lebensfreude. Gleichzeitig meiden wir Selbstnähe wie der Teufel das Weihwasser und verharren lieber, falls uns nicht eine Lebenskrise zu anderem zwingt, in unserem beschränkten Alltagsselbst, das Dinge im Leben routinemäßig erledigt und abhakt.

 

Warum haben wir eine solche Angst vor Selbstnähe?

 

In den Tiefen des Waldes warten nicht nur süß plätschernde Bächlein und fröhlich singende Vögelchen. Es gibt dort ebenso Gnome, Waldgeister, Hexen, Zauberer und andere bedrohlich anmutende Fabelwesen, denen es die Stirn zu bieten gilt. Vor ihnen haben wir Angst!

5 Regeln für Selbstnähe

1) Mache Selbstnähe zu einem Reflex

Alles, was du zu einer Gewohnheit machst, fällt dir leicht. Alles, was neu ist, braucht zuerst einmal Übung; so auch die Selbstnähe. Selbstnähe kannst du über verschiedene Wege erreichen. Je regelmäßiger du einen oder mehrere dieser Wege gehst, umso eher wird Selbstnähe zu einem deiner natürlichen Reflexe:

  • Du erreichst Selbstnähe, indem du bewusst Stille suchst und möglichst viele äußere Reize ausschaltest.
  • Du kannst Selbstnähe gut über Schreiben herstellen (siehe WasDuBist© / Schreiben).
  • Du stellt Selbstnähe her, indem du achtsam mit deinen Gedanken, Gefühlen und Körperwahrnehmungen umgehst. 

2) Stelle Treue zu dir selbst an die erste Stelle deiner Werteskala

Wenn du dich und deine Bedürfnisse immer wieder übergehst, um anderen Menschen zu gefallen oder um Anderen einen Gefallen zu tun, dann verrätst du dich selbst. Dies verhindert Selbstnähe und du wirst es längerfristig mit deiner Gesundheit und Lebensfreude bezahlen. Je mehr du dir selbst treu bist und je weniger du dich selbst verleugnest, umso lebendiger wirst du dich fühlen.

 

3) Wisse, dass dein Mut belohnt wird

Selbstnähe erfordert Mut, weil du es im Kontakt mit dir selbst, wie am Symbol des Waldes deutlich wird, nicht nur mit angenehmen Themen und Emotionen zutun hast. Schaust du mutig auch deine dunklen Seiten an, hast du erstens die Möglichkeit sie mit der Zeit positiv zu verändern und zweitens wirst du, sobald belastende Gefühle nachlassen (das tun sie!), mit mehr Lebensfreude und neuer Kraft beschenkt. Alles, was du verdrängst oder wegschiebst raubt dir kostbare Lebensenergie.

 

4) Unterscheide dich von der Masse, die es anders macht

Die meisten Menschen haben Angst vor Veränderung und verharren lieber in eingefahrenen Mustern, anstatt sich mutig in den Wald zu begeben und ihr gefesseltes Selbst zu befreien. Oder sie warten vergeblich darauf, dass ein schöner Prinz dies für sie übernimmt! Da du also nicht viele Vorbilder finden wirst, wisse, dass die Masse der Menschen sich lieber nicht bewegt, wandelt oder verändert. Das sollte dich nicht abhalten, mutig deinen Weg der Selbstnähe und Selbstentfaltung zu gehen. 

 

5) Mache das hässliche Entlein endlich zum Schwan

Das hässliche Entlein in dir wartet darauf endlich zu einem stolzen Schwan heranreifen zu dürfen. Dies geschieht nicht von selbst, sondern indem du dich auf Heldenreise machst und tapfer allen Fabelwesen, die im dunklen Wald auf dich lauern, entgegen trittst. Nichts ist befriedigender als den stolzen Schwan in dir entstehen zu spüren. Das hässliche Entlein wird immer seltener zum Vorschein kommen und vor allem gibst du dich nicht mehr mit ihm zufrieden.

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