WasDuBist© - Bist du in deinem Körper?

Ich kenne kaum Frauen, die nicht mehr oder weniger auf Kriegsfuß mit ihrem Körper leben. Bei mir selbst war das ebenfalls lange Zeit der Fall. Daher kenne ich beides - auf Kriegsfuß mit dem eigenen Körper leben oder in Frieden mit dem eigenen Körper sein.

Bist du in oder außerhalb deines Körpers?

Für eine friedliche Beziehung mit deinem Körper, musst du dich in deinem Körper befinden, oder wenigstens die meiste Zeit. Die meisten Frauen leben ständig außerhalb ihres Körpers. Wann du dich außerhalb deines Körpers befindest, merkst du an folgenden Punkten:

  • Du überwachst dein Körpergewicht: Wenn du in deinem Körper bist, benötigst du keine Waage.
  • Du bewertest deine Körperformen und bist unzufrieden: Wenn du in deinem Körper bist, kennst du keine Unzufriedenheit mit deinem Körper. Du bewertest deinen Körper nicht.
  • Du vergleichst deinen Körper mit anderen Körpern (reale oder mediale Körper): Wenn du in deinem Körper bist, hängt dein Selbstwert nicht von deinem Gewicht oder deiner Körperform ab, daher setzt du deinen Körper auch nicht einem Vergleich aus.
  • Du bist "überbewusst" gegenüber deinen Körperbewegungen: Wenn du in deinem Körper bist, kontrollierst du deine Körperbewegungen oder Körperhaltungen nicht. Dein Körper führt sie "von alleine" aus.
  • Du machst Diät, um dein Körpergewicht zu reduzieren Wenn du in deinem Körper bist, wirst du dich gesund ernähren, weil du deinem Körper Gutes tun möchtest. Du geißelst deinen Körper aber nicht durch "künstliche" Kalorienreduktion. Du führst ihm auch nicht zu viel ungesunde oder übermäßige Nahrung zu.

Ist dein Körper für andere oder für dich da?

Dein Körper ist für andere und nicht für dich da, wenn du ihn zur Schau stellst oder versuchst durch ihn Eindruck zu machen oder wenn du glaubst, es wäre wichtig, dass andere ihn positiv bewerten. Du machst ihn dann zu einem Objekt, das du für bestimmte Zwecke einsetzt. Dein Körper ist dein Haus, in dem du bist und lebst. Und er ist ein wundervolles Instrument des Selbstausdrucks. Selbstausdruck bedeutet nicht, deinen Körper in eine Schablone zu zwingen, um Anerkennung zu bekommen. Authentischer Selbstausdruck meint, dass dein Körper auf harmonische Weise zum Ausdruck bringt, was du bist und sein möchtest. 

Ist dein Körper am Leben oder lebendig?

Die Einengung unserer natürlichen Freude an unserem körperlichen Dasein beginnt schon sehr früh im Leben. 

Trudi Schoop

Du hältst deinen Körper am Leben, wenn du ihm Nahrung und Flüssigkeit gibst, dich mehr oder weniger häufig bewegst und ihn zum Arzt bringst, wenn "etwas nicht stimmt". Ein lebendiger Körper ist etwas anderes. Ein lebendiger Körper atmet frei, bewegt sich frei und drückt frei aus, was du bist. Ein lebendiger Körper gibt dir Rückmeldung über deinen emotionalen Zustand und warnt dich bei Gefahr. Ein lebendiger Körper entsteht dann, wenn du dich an deinem körperlichen Dasein freust. Aber nicht von außen, weil du deinen Körper als "schön" ansiehst, sondern von innen, weil du dich stark und lebendig in ihm fühlst. Du kannst deinen Körper durch folgende Punkte lebendig halten:

  • Bewege deinen Körper so oft wie möglich auf eine Art und Weise, die du magst. Ich mag beispielsweise am liebsten das Wandern. Vermeide dabei jede Form von Leistungsdenken.
  • Freies Tanzen ist die beste Form deinen Körper lebendig zu halten. Denn beim Tanzen geht es um Bewegung & Emotion. Du übersetzt deine Gefühle, die die Musik auslöst in Bewegungen. Vermeide auch hier jede Form von Bewertung und Leistungsdenken.
  • Trinke genug und regelmäßig Wasser. Flüssigkeit hält uns nicht nur am Leben, sondern auch lebendig.
  • Ernähre dich bewusst und esse nur Dinge, die du gerne isst. Mache keine Diät.
  • Drücke Gefühle körperlich aus.

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