Gesundheitliche Selbstverantwortung

Was ist gesundheitliche Selbstverantwortung?

Selbstverantwortung meint laut Duden, die Verantwortung für das eigene Handeln. Verantwortung lässt sich vereinfacht als Rede-und-Antwort-Stehen bezeichnen, was so viel heißt, wie die Folgen oder Konsequenzen für etwas tragen, haften, für etwas gerade stehen oder etwas ausbaden usw.

 

Was heißt das in Bezug auf unsere Gesundheit? Was meint gesundheitliche Selbstverantwortung?

 

Genau das, was unter Selbstverantwortung zu verstehen ist. Wir sind zum größten Teil für unsere Gesundheit selbst verantwortlich. Das heißt, wenn unser Gesundheitsverhalten (= ein Verhalten, eine Handlung oder eine Gewohnheit, die mit der Erhaltung, der Wiederherstellung oder mit der Verbesserung von Gesundheit im Zusammenhang steht; Ziegelmann 2002) katastrophal ausfällt, müssen wir mit katastrophalen Folgen für unsere Gesundheit rechnen und diese am eigenen Leib spüren. Hier ist nun nicht der übertragene Sinn gemeint, sondern der wahrste Sinn des Wortes - am eigenen Körper. 

 

Obwohl wir heute mehr denn je über Wissen und Informationen rund um den Erhalt von Gesundheit verfügen, wird die gesundheitliche Selbstverantwortung oft eher stiefmütterlich übernommen. Verantwortung im Beruf nehmen wir hingegen sehr ernst und meist auch die Verantwortung gegenüber Kindern und Familie. Für unsere Gesundheit wollen wir hingegen nicht immer gerade stehen, sondern schieben Verantwortung an Arzt und Pharmaindustrie. Die werden es schon richten?!

Verantwortlich für körperliche und /oder seelische Gesundheit?

Für die körperliche Gesundheit geht die eine oder andere von uns schon auch ab und an ins Fitness-Studio. Was die seelische Gesundheit anbetrifft, leben die meisten von uns allerdings eher schicksalsergeben oder wie Dornröschen im Schlaf. Geweckt wird dann unsanft durch ein Burnout oder ähnlichem.

 

Ach so, für die seelische Gesundheit kann und muss man auch was tun?!

 

Es geht sogar viel weiter. Tun wir nichts für unsere seelische Gesundheit, dann bekommen wir das im Körper zu spüren. Denn Sie glauben doch nicht wirklich, dass wir zweigeteilte Wesen aus Körper unabhängig von Seele sind und umgekehrt?!

 

Was die Seele nicht verarbeitet, muss der Körper austragen. Sozusagen als Hilferuf der nicht gehörten seelischen Ebene. Und was wir dem Körper an Gutem zukommen lassen, setzt sich mit guter Stimmung und guter Verfassung in unserer Seele ab. Daher gilt die gesundheitliche Selbstverantwortung auf allen Ebenen. Der Arzt kommt dann ins Spiel, wenn wir auf dem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit ein ganzes Stück Richtung Krankheit gerutscht sind. Und selbst bei behandlungsbedürftiger Erkrankung können wir uns mit unserem körperlichen und seelischen Gesundheitsverhalten immerhin in kleinen Schritten selbstverantwortlich Richtung mehr Gesundheit bewegen.

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Jule Jawhari

Bachelor of Arts (Theater)

Master of Science (Psychologie)