Vegan #Tag 1: Tränen und Scham

Meine Entscheidung fällt auf den heutigen Tag

Heute, auf den 29. Juni 2017 fällt meine Entscheidung, mich von jetzt an vegan zu ernähren. Aus Mitgefühl für die traurigen Kühe, die unsere Milch produzieren, habe ich seit einiger Zeit Milchprodukte stark reduziert und habe mich ebenfalls aus Mitgefühl für Schlachttiere weitestgehend vegetarisch ernährt. Doch ausschlaggebend für die letztendliche Entscheidung ist ein Buch...

Ein Buch öffnet mir die Augen

Vor ein paar Tagen habe ich mir das Buch 'Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt' von Rüdiger Dahlke gekauft und neugierig gelesen. Schon nach wenigen Seiten bin ich von der Hauptbotschaft des Autors überzeugt: Tierische Proteine machen uns krank und sind die Hauptursache für unsere Zivilisationskrankheiten auf körperlicher UND auf psychischer Ebene.

Tränen fließen

Bei der Beschreibung des unermesslichen Leids der Tiere in der Mastindustrie, die systematisch in den psychischen Wahnsinn getrieben werden und der Brutalität, Bestialität und Perversität der Quäl- und Tötungsmaschinerie in unseren Schlachthäusern (fast 90% unseres Fleisches stammt von dort!) sowie der Erkenntnis, dass wir das Fleisch genau dieser gequälten und gefolterten Tiere gedankenlos in unsere Körper und unsere Seelen (?) aufnehmen, laufen mir die Tränen herunter und ich schäme mich zutiefst.

Ich schäme mich zutiefst

Ich schäme mich zutiefst, mich zur Gattung Mensch zu zählen, die anderen Lebewesen solche Gräueltaten antut. Ich schäme mich zutiefst, dass ich jahrzehntelang völlig gedankenlos tierische Produkte verzehrt habe. Ich schäme mich zutiefst, dass ich vor nicht sehr langer Zeit dachte, Veganer seien irgendwie lebensfremd und völlig unattraktiv.

Ich fühle mich klarer

Abgesehen davon, dass ich die plötzlich so deutliche Wahrnehmung unseres kollektiven Wahnsinns noch einige Zeit verdauen muss, fühle ich mich psychisch klarer. Ich denke, dass wir alle auf unbewusster Ebene wissen "was Sache ist". Wir verdrängen, dass wir unsere tierischen Mitbewohner wie in Konzentrationslagern halten und misshandeln. Wir verdrängen, dass wir ihre geschundenen Körper und Seelen (?) in uns aufnehmen. So ist Wahrheit immer heilsam und deshalb fühle ich mich klarer. 

Mein Magen knurrt ein wenig

Obwohl ich heute deutlich mehr gegessen habe, als ich das sonst an einem Tag tue (von Volkornreisgericht über Gnocchi mit Tomatensoße, Brot mit Olivenöl und Zitronendip bis hin zu verschiedensten Nüssen, veganen Crackern und viel,viel Obst) spüre ich ein leichtes Knurren in der Magengegend und werde mich daher gleich wieder in Richtung Küche bewegen auf der Suche nach einem veganen Snack ;)

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