NEMM-Schreiben© für Frauen ab der Lebensmitte - wie es dazu kam…

Alles begann mit einem Buch...

Seit über zehn Jahren schreibe ich so gut wie jeden Tag. Ein Tag ohne meine morgendlichen Schreibübungen fühlt sich unklar an. Angefangen hat alles mit einem Buch, das ich vor über 15 Jahren von einer Freundin geschenkt bekam. Damals war ich eine junge Schauspielerin, auf der Suche nach kreativen Abenteuern und nach kreativer Selbstverwirklichung. Das Buch heißt ‚Der Weg des Künstlers‘ von Julia Cameron. Es gehört heute noch zu meinen Lieblingsbüchern. Die Autorin entwickelt darin das Prinzip der Morgenseiten. Sie empfiehlt, jeden Morgen über drei Seiten hinweg die eigenen Gedanken und Gefühle auf Papier zu bringen, auf dem Weg zu einem kreativeren Leben. Über all die Jahre bin ich diesem Prinzip treu geblieben und mehr als 10 Jahre später – inzwischen hatte ich Psychologie studiert und einen Master erworben – stoße ich in der wissenschaftlichen Literatur auf ein ähnliches Prinzip - das expressive Schreiben oder emotionale Schreiben (engl. expressive writing, emotional writing, written disclosure, disclosive writing).

Zwei verschiedene Paar Stiefel...

Begeistert von meiner Entdeckung und der Tatsache, dass sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit meiner persönlichen Erfahrung decken - diese Form des Schreibens hat eine positive Wirkung auf die Gesundheit! - mache ich mich weiter auf Entdeckungsreise. Ich biete daraufhin Seminare für expressives Schreiben und für kreatives Schreiben an. In der Zwischenzeit hatte ich außerdem drei Jugendbücher geschrieben und veröffentlicht, also noch eine weitere Form des Schreibens erforscht. Mit der Zeit lerne ich zwischen dem expressiven und dem kreativen Schreiben klar zu unterscheiden - das eine, Werkzeug für mehr Gesundheit und Lebensfreude, das andere, kreatives Ausdrucksmittel. Da der künstlerische Ausdruck immer auch eine heilende Funktion hat, spreche ich dem kreativen Schreiben keinesfalls seine wohltuende Wirkung ab. Aber es sind zwei verschiedene Paar Stiefel!

Die Geburt einer Methode...

Durch mein eigenes tägliches Schreiben und durch die Rückfragen, Schwierigkeiten und Anmerkungen meiner Seminarteilnehmer entdecke ich, dass es vier innere Grundhaltungen während des Schreibprozesses gibt, die eine gesundheitsfördernde Selbstöffnung begünstigen: Neugier, Ehrlichkeit, Mut und Mitgefühl und dass sich diese mit der Zeit entwickeln (siehe Blogbeiträge zu jeder der vier Komponenten). Gleichzeitig erlebe ich, dass diese 4 inneren Grundhaltungen Lebenszufriedenheit und persönliches Wachstum begünstigen. So wurde die Methode des NEMM-Schreibens© geboren. NEMM steht für diese 4 Komponenten.

Passgenau für Frauen ab der Lebensmitte...

Ich mache eine weitere Entdeckung. Nämlich die, dass diese Form des Schreibens besonders Frauen anspricht. In meiner Kindheit führte ich, wie viele andere Mädchen ein Tagebuch, was bei Jungen des gleichen Alters selten vorkam. Ich schließe daraus, dass es Frauen leichter fällt Gedanken und Gefühle schriftlich festzuhalten als Männern.

 

Inzwischen bin ich 44 Jahre alt und erlebe die Zeit der Lebensmitte als eine der spannendsten meines bisherigen Lebens. Gleichzeitig ist es eine Zeit des Zweifelns, der Neuorientierung, Neuausrichtung und Einstimmung auf eine zweite Lebenshälfte, die gesund und zufrieden verbracht werden will. Ich glaube, dass man sich dafür bewusst entscheiden und die Verantwortung übernehmen muss. Die zweite Lebenshälfte kann nicht genau wie die erste gelebt werden. Und das ist auch gut so…

 

Was ich mir wünsche...

Mit meiner Methode des NEMM-Schreibens© möchte ich Frauen ab der Lebensmitte inspirieren, sich neugierig auf die Suche nach sich selbst zu machen und eine bewusste Entscheidung zu treffen, für eine zweite Lebenshälfte im Einklang mit den eigenen Wünschen und Zielen. NEMM-Schreiben© führt zu vertiefter Selbstkenntnis. Die Weichen für zufriedenes Älterwerden werden gestellt.

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